Untersuchung des Pferdes auf druckdolente Punkte (Shu-Punkte), die auf Meridianblockaden hinweisen.

Schmerzen beim Pferd erkennen

 

Pferden jaulen nicht vor Schmerzen. Ihnen fehlt ein eindeutiger Schmerzlaut. Deshalb wird Schmerz beim Pferd oft falsch interpretiert oder nicht eindeutig erkannt, weil er sich oft erst durch veränderte Bewegungsabläufe und eingeschränkte Beweglichkeit zeigt. Grundvoraussetzung für eine rechtzeitige und möglichst gute Schmerzdiagnostik ist deshalb eine gute Kenntnis ihres Verhaltens und ihres Bewegungsmusters.

 

Die beeinträchtigte Beweglichkeit beim Pferd kann sich in vielen Symptomen äußern. Die häufigsten Symptome sind Rückenschmerz

und ein veränderter Bewegungsablauf.

 

Pferde mit Rückenschmerzen verweigern z.B. die Arbeit oder versuchen, dem Schmerz durch eine Schonhaltung auszugleichen. Daraus können sich langfristig Veränderungen z.B. an den Gelenken entwickeln und Lahmheiten entstehen.

 

Die häufigsten Ursachen für veränderte Bewegungsabläufe oder eingeschränkte Beweglichkeit

 

  • Verletzungen: Verursacht durch Sturz, Stolpern, Ausrutschen oder Festliegen in der Box
     
  • Gebäude / Exterieur: Pferde mit langem Rücken neigen vermehrt zu veränderter Beweglichkeit
     
  • Alter: Mit zunehmendem Alter zeigen sich die Spätfolgen alter Verletzungen oder beginnender Arthrose
     
  • Haltung: Eine plötzliche Veränderung der Haltung, von z.B. Weide- in Boxenhaltung oder längere Boxenruhe

 

Woran Sie Rückenschmerz bei Ihrem Pferd erkennen:

  • Berührungsempfindlichkeit
  • eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  • veränderte Haltung
  • Schnappen und Anlegen der Ohren beim Satteln
  • Widersetzlichkeit unter dem Reiter
  • Kopf hochreißen
  • Wegdrücken des Rückens
  • Schweifschlagen
  • Verweigerung am Sprung

 

Einsatz der TCM mit Schwerpunkt Akupunktur

bei Bedarf kombiniert mit

 

- Osteopathie / Chiropraktik

- Moxibustion (Wärme)

- Neuraltherapie

- Kinesiologisches Taping

- TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)

 

ist geeignet für Pferde mit verändertem Bewegungsablauf wie:

 

  • Taktfehlern
  • Unklare Lahmheit, die nicht einem bestimmten Bein oder einer Gangart zuzuordnen ist
  • Steifheit in Biegung und Stellung
  • Muskelschwund (Atrophie)
  • Schwierigkeiten mit Hinterhand Last aufzunehmen
  • Schwierigkeiten sich vorwärts abwärts zu strecken
  • Verkürzte Tritte, ein- oder beidseitig
  • Schwierigkeiten sich durchs Genick zu stellen
  • Schwierigkeiten sich ans Gebiss zu stellen
  • Zunge raushängen lassen
  • Gegen Zügel gehen
  • Rücken schwingt nicht
  • Gelenksarthosen wie Spat
  • Kissing Spines

Das Setzen der Akupunkturnadel ist mit einem Mückenstich vergleichbar. Unmittelbar nach dem Einstich empfindet das Pferd ein wohliges ausbreiten von Wärme, das sogenannte De-Qi-Gefühl.

Am Kronensaum der Hufe beginnen und enden sechs Meridiane. Diese Punkte (Tingpunkte) verfügen über eine besondere Energiequalität.

Mit Moxa-Zigarren aus chinesischem Beifuß werden Akupunkturpunkte oder -nadeln zusätzlich erwärmt. Diese gezielte Erwärmung verstärkt die Akupukturwirkung.

Kinesiologisches Taping am Rücken: Ein sternförmiges geklebtes Tape verlängert die Schmerzwirkung der Akupunktur.

Kinesiologisches Taping am Knie:  Tapes senden neurologische Reize ans Gehirn, damit dieses Gelenk bewußt bewegt und vorsichtig belastet wird. So wird eine erneute Überbelastung verhindert.

 

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